Wissensübersicht

Das Ziel im eigenen Einflussbereich

Timos wichtigster Punkt, und er kommt aus dem Leistungssport. Nach einem zweiten Platz bei einer Weltmeisterschaft steht man drei Tage später wieder im Trainingssaal, weil man sich das Verarbeiten nicht leisten kann.

Egal ob du Erster oder Fünfter auf einer Weltmeisterschaft wirst, Montag ist Training.

  • Für die Challenge übersetzt: Ein Ziel wie eine bestimmte Zahl an Followern liegt nicht in deiner Kontrolle. Jeden Tag vor die Kamera zu gehen liegt darin.
  • Timo hat sich für die ersten Wochen genau das gesagt: Egal ob etwas viral geht oder alles floppt, morgen stehe ich wieder vor der Kamera.
  • Seine Warnung dazu, ausdrücklich mit Wohlwollen gesagt: Es kann sein, dass du 350 oder 500 Reels davon entfernt bist, überhaupt eine Chance zu haben. Er behauptet nicht, dass es so ist, sondern dass es sein kann.
  • Sein eigener innerer Maßstab: Bei etwa 2.800 Reels hält er sich für gut vor der Kamera. Aktuell sieht er sich bei rund 40 Prozent davon.

Als Beleg nennt er Alex Hormozi, heute sehr groß, dessen frühe Videos vor sechs oder sieben Jahren nach Timos Urteil schlecht waren. Vor der Kamera natürlicher zu werden ist für ihn ein Skill, den man nur durch Wiederholung lernt.

Worauf Menschen wirklich reagieren

Für Timo das größte Learning aus den ersten Wochen, im Learnings Call ausführlich erklärt.

  • Im Marketing hat man nicht den Luxus hinzugucken, worauf man gerne hätte, dass Menschen reagieren. Man muss gucken, worauf sie tatsächlich reagieren. Es sollte die gleiche Geschichte sein, ist es aber nicht.
  • Sein Wendepunkt: sich selbst eine Woche beim Doomscrollen beobachten. Wo bleibe ich hängen, wem gebe ich zehn Sekunden? Es sind nicht die Sachen, auf die man gerne reagieren würde.

Wir würden alle gerne nur auf den intelligenten Shit reagieren. Es zeigt sich ziemlich klar, dass das nicht das ist, was wir tatsächlich machen.

  • Der Glaube, die eigenen Kunden seien die intelligente Ausnahme, ist laut Timo ein seit mindestens 50 Jahren bekanntes Problem im Marketing. Seine Einladung: Deine Kunden sind cleverer als du oder genauso clever. Dann kannst du bei dir selbst gucken, worauf du reagierst, und davon ausgehen, dass sie auf das Gleiche reagieren.
  • Sobald er eine Sache gefunden hat, worauf Menschen reagieren, versucht er nicht 30 neue, sondern macht um dieses Thema herum diverse gleiche Geschichten und in der Erweiterung ein paar neue.

Sympathie ist irrelevant

Ein Feedback, das Teilnehmer einander oft geben, ist “du wirkst sehr sympathisch”. Timos Reaktion darauf:

Sympathie ist irrelevant. Das in seinen Kopf zu kriegen, ist crazy schwer.

  • Die meisten Menschen sind so besorgt darum, sympathisch zu wirken, dass sie vergessen, alle anderen Dinge zu tun, die sie erfolgreicher machen könnten.
  • Wer Informationen oder Dienstleistungen verkauft, dessen Käufer ist eine Person in einer Krise. Sie interessiert sich nicht ansatzweise so sehr dafür, ob sie dich nett findet, wie du glaubst.
  • Timo kann Kampagnen zeigen, in denen nur die Sorge um Sympathie komplett aus allen Elementen genommen wurde, und die Zahlen gingen hoch. Seine Deutung: nicht weil die Person unsympathisch war, sondern weil der Fokus auf anderen Dingen lag.

Reels für neue Follower, Storys für bestehende

Das ist ausdrücklich Timos Denkmodell, entstanden nach etwa 900 Reels.

  • Zeitweise kamen 95 Prozent seiner Views auf Reels von Menschen, die ihm nicht folgen.
  • Daraus folgt für ihn: Reels müssen für Fremde funktionieren. Storys sind für die bestehende Community.
  • In seinem Kopf ist bei jedem Upload: Das muss in einer kalten Audience überleben können, bei Leuten, die noch nie etwas von ihm gesehen haben. In deren Kopf ist er noch niemand, dem zuzuhören sich lohnt, deshalb braucht er Tempo in der ersten Sekunde.
  • Auch Follower gucken nicht wegen dir. Dass Leute etwas wegen der Person schauen, gilt erst bei Bekanntheit auf dem Niveau von Cristiano Ronaldo oder Donald Trump, und bis dahin vergeht eine ganze Menge Zeit.
  • Das erste Reel, das jemand von dir sieht, ist nicht dein erstes Reel. Bei ihm bekommen vier Monate alte Reels mehr Views als das von gestern.
  • Reels postet er nicht mehr in die Story und hält das für gut. Influencer zwischen 100.000 und 700.000 Followern, mit denen er Kontakt hat, machen es zu null Prozent. Ein paar Tage später geht es, wenn man unbedingt will. Die Story ist ein separater Content Stream.
  • Seine Sicht auf die Plattform insgesamt: Du benutzt Instagram, um die Leute von Instagram wegzukriegen.

Menge statt Perfektion

  • Ein Reel erreicht nur einen Bruchteil der Follower. Dieselbe Aussage mehrfach zu verwenden ist deshalb kein Problem.
  • Sein Ziel sind nicht 500 kreative Ideen, sondern die etwa 30 Themen, auf die Menschen bei dir reagieren, immer wieder aufgenommen.
  • Beispiel aus seiner Kundenarbeit: Tanja ging von 10.000 auf 80.000 Follower. Nachdem das tragende Thema gefunden war, entstanden rund 150 Beiträge dazu, aus 75 verschiedenen Richtungen.
  • Wichtige Einschränkung von ihm selbst: Das ist kein Aufruf, zehn Reels am Tag zu posten. Mehr Produktion bedeutet nicht, dass den eigenen Followern mehr gezeigt wird.
  • Auf die Frage nach täglichen Aufgaben in der Challenge (WhatsApp Video vom 31.07.): Die täglichen Aufgaben sind zu posten und die Dinge aus den Calls umzusetzen. Tägliche Themenvorgaben fände er weird, weil sie die gesamte Idee konterkarieren: so viel posten, wie du kannst, um über die Sachen zu stolpern, die abgehen, und durch Zufall herauszufinden, was das bei dir ist. Sein Beleg ist eine Kundin, die lange bei 1000 bis 1200 Views lag und deren Reel plötzlich rund 50.000 Views und mehrere hundert neue Follower brachte.
  • Im selben Video: Er glaubt nicht, dass man jeden Tag 90 Minuten Input braucht, um zu posten, er hält das sogar für schädlich. Ein Teil der Challenge ist, die Prozesse kennenzulernen, besser im Editen und vor der Kamera zu werden und zu gucken, was funktioniert. Dass Leute sich für kleine Erfolge feiern, etwa von 300 auf 1500 Views, hält er für sehr wertvoll, weil man in den seltensten Fällen von 300 dauerhaft auf 5000 springt.

Frequenz nimmt Druck

  • Ein einzelnes Reel pro Tag bekommt emotional mehr Gewicht. Bei zehn verteilt sich das, weil eines davon funktionieren wird.
  • Als Timo die Menge verdreißigfachte, brach seine Ausspielung zunächst auf etwa 10 Prozent ein. Genau deshalb hat er sein Ziel nicht an Wachstum gehängt.
  • Er findet es heute schwieriger, eine Sache am Tag zu posten, als zehn.
  • Aus der Abschlussrunde der Challenge: Am Anfang ist ein Reel am Tag ein Monster. Wer eine Weile weit darüber hinausgeht, für den ist eins danach einfach nichts. Timo hält es für ultra hilfreich, eine Zeit lang zehn zu machen, um zu sehen, dass man sich alles viel zu groß im Kopf gemacht hat.
  • Nebeneffekt aus derselben Runde: Wer die Sachen am Stück produziert, ist im Redefluss, nimmt noch ein paar Storys mit und hat Instagram nach zehn Minuten abgehakt, statt den ganzen Tag mental darin zu hängen.

Länge und Format

  • Das Limit für Reels liegt bei drei Minuten. Längere Videos lassen sich hochladen, werden laut Timo aber nicht an neue Follower ausgespielt.
  • Am Anfang lagen seine Reels bei fast drei Minuten, weil er es kürzer nicht hinbekam. Mit der Zeit wurden sie immer kürzer.
  • Es macht absolut Sinn, ein Reel nach 50 Sekunden zu beenden, statt einen zweiten Punkt aufzumachen. Ein Punkt pro Reel, nicht zwanzig.
  • Ironischerweise sind seine best performenden Sachen alle lang. Aber von den vielen langen, die er aufgenommen hat, funktionieren nur ganz wenige, während viele kurze gut performen. Bei einem Drei Minuten Reel denken Leute innerlich, dass sie da gerade keinen Bock drauf haben.

Mehr Formate als nur Reels

Timo macht selbst fast nur Reels, rät aber ausdrücklich dazu, auch die anderen Formate zu benutzen.

  • 8 Sekunden Reels: Jemand filmt sich beim Kaffee machen, darüber eine Caption, darunter viel Text. Diese Dinger performen bei ihm krass viel besser als alle anderen und bekommen sehr schnell sehr viele Views. Er macht sie nach eigener Aussage aus Faulheit nicht und sollte das mehr tun.
  • Sein Beispiel: Acht Sekunden Kaffeemaschine, darüber der Text, er habe rund 20 Millionen Euro AdSpend ausgegeben und hier sei die eine Sache, die erfolgreiche von nicht erfolgreichen Kampagnen unterscheidet. Am Ende die Aufforderung, ein Wort zu kommentieren, um etwas zugeschickt zu bekommen. Das performt sehr gut.
  • Posts, also reine Textbeiträge, würde er allen raten. Sein Beispiel ist eine Freundin aus der Schweiz mit starkem Akzent, deren virale Sachen alle Posts sind, nicht Reels.
  • Zum Einwand, Kurzvideos mit B-Rolls schafften kein Vertrauen: Stimmt, aber sie produzieren Aufmerksamkeit. Wer Ausspielung hat, dessen anderen Stuff sehen die Leute danach auch. Man muss bei Instagram multidimensional denken.
  • Ein virales Reel zieht alle Inhalte drum herum hoch. Die Sachen danach bekommen mehr Ausspielung, die vom Tag davor in der Regel auch. Man kann also Sachen machen, die nur für Reichweite da sind, das schadet nicht.
  • Reels bleiben für ihn sehr geil, weil man viel Persönlichkeit zum Ausdruck bringen kann. Die anderen Formate nicht zu benutzen hält er trotzdem für einen Fehler. Dass er selbst sich noch innerlich weigert, weil sein Account dann sehr Instagram wird, nennt er eine Aussage über persönliche Inkompetenz, nicht clever.

Commitment über den Monat hinaus

Wer Instagram ernsthaft betreiben will, muss laut Timo länger als vier Wochen denken. Dieselbe Tätigkeit ein Jahr lang fortgesetzt führt zu besseren Fähigkeiten und mehr Reichweite, unabhängig davon, was ein einzelner Monat zeigt.

Im Abschluss Call macht er aus dem langen Zeitraum ein Werkzeug gegen Druck. Sein eigenes Ziel ist, mit 50 fitter zu sein als mit 30, und 30 war bei ihm zwei Jahre nach dem WM Titel. Auf acht Jahre gesehen ist die einzelne Woche irrelevant. Übertragen auf Instagram: Wer sich etwa 50.000 Follower in acht Jahren vornimmt, für den verliert der einzelne Post und die einzelne Woche ihr Gewicht. Wichtig werden Kontinuität, Beständigkeit und das Lernen über Zeit. Der Kontrast: Wer in drei Monaten fit sein will, kann sich kurzfristig hochprügeln und zahlt mit Muskel und Gelenkbeschwerden. Wer auf 50 zielt, muss viele Dinge über Zeit hinweg sehr gut machen.

Posting Zeiten

  • Montag ist ein besserer Tag als Samstag, das sagt er mit absoluter Klarheit.
  • Er postet meist morgens gegen sechs Uhr, weil seine Zielgruppe früh wach ist und abends lange wach bleibt.
  • Verpasst er den Slot um sechs, lädt er in den meisten Fällen nach 7:30 oder 8 Uhr nicht mehr hoch. Seine Fenster mit vielen Views liegen etwa bei 6 bis 9 Uhr und 20 bis 24 Uhr.
  • Seine Beobachtung: Bekommt ein Reel in den ersten Stunden keine kritische Menge Views, trocknet es aus. Es kann noch so gut sein, durch zu wenige Views wird die Ausspielung gedrosselt.
  • Seine Vermutung dahinter: Instagram evaluiert über die ersten rund 1.000 Views das Verhältnis von Views zu Likes zu Weiterleitungen zu Kommentaren und die Übersprungrate. Ist die Metrik schlecht, wird nicht weiter ausgespielt.
  • Ausdrücklich von ihm klargestellt: Sechs Uhr ist nicht magisch. Wer viel postet, findet über Zeit eigene Fenster, die bei anderen völlig anders aussehen können, etwa 18 Uhr. “Es gibt Fenster, die für dich gute Fenster sind. Das ist nicht Timos Fenster.”
  • Die Instagram Insights sagen ihm, seine Follower seien ab 18 Uhr am aktivsten. Das stimmt bei ihm zu null Prozent: Er hat nach dieser Tabelle gepostet und alle Zahlen sind in den Keller gegangen. Seine Einordnung: Korrelation gegen Kausalität, die Follower sind dann aktiv, gucken aber nicht seinen Stuff.
  • Bei 38 Grad draußen oder während eines WM Finales spielt es fast keine Rolle, was man postet.
  • Als er zehn Reels am Tag gepostet hat, hat er Abstände getestet, alle zwei oder drei Stunden. Bei ihm war es egal, also lädt er alle gleichzeitig hoch, editiert, postet sofort, fire and forget. Vorplanen findet er unnötig aufwendig, er ist sowieso morgens wach.

Er hat zu allen Zeiten getestet. Die Zeiten gelten für seinen Account, nicht automatisch für andere.

Was bei Timo besser performt

Das ist die vollständige Auswertung seines Accounts, ausdrücklich nur für ihn gültig:

  • Wenn er nicht direkt in die Kamera spricht, performt es besser. Ausnahmslos. Seine Vermutung: Frontale Ansprache fühlt sich nach Bildung an statt nach Unterhaltung. Guckt er frontal in die Kamera, kostet ihn das 70 bis 90 Prozent der Views, das zeigt sich instant in den Kurven. Bei großen Accounts, mit denen er arbeitet, wurde das geswitcht, und die Zuschauer reagieren tendenziell besser ohne frontale Ansprache.
  • Wenn er etwas mit den Händen tut, zum Beispiel isst.
  • Wenn er Sachen in die Kamera hält. Er hat ein einziges Reel unter 1.200, in dem er das macht, und es ist sein bestes im Verhältnis von Views zu Followern. Sein Kommentar: “I hate it”, weil er jetzt mehr mit Elementen arbeiten wird.
  • Wenn er flucht oder vulgär ist.
  • Ein Ausdruck von Gleichgültigkeit.
  • Bestimmte Themen kommen besser an als andere.
  • Aufnahmen draußen nimmt er deshalb wenig für Reels auf, dafür für Storys und Telegram. Sein Test: 100 Reels draußen gegen 100 drinnen, der Unterschied war für ihn eindeutig sichtbar.
  • Aufnahmen im Auto funktionieren bei ihm ebenfalls schlechter für Reels.

Die passenden Kamerawinkel findet man mit der Zeit von selbst, wenn man sich regelmäßig in der Selfiekamera sieht. Eine Faustregel gibt es dafür nicht.

Ein Strategiewechsel kostet Follower

  • Wer die Produktionsweise deutlich ändert, verliert einen Teil der bestehenden Follower. Sie sind wegen des alten Formats gefolgt.
  • Timos Abwägung: Sein aufwendig produzierter Content brachte kaum Engagement und war dauerhaft nicht leistbar. Also hat er den Verlust in Kauf genommen.
  • Bei einem sehr großen Account, er nennt 200.000 Follower, würde er nicht mehr umsteuern. Dort habe man sich Gold in den Käfig gebaut.
  • Testreels, nutzbar ab etwa 200 Followern, sehen bestehende Follower nicht.

Kommentieren wirkt

  • Sein Eindruck, so gekennzeichnet: Je mehr Zeit er auf Instagram verbringt, kommentiert und Nachrichten verschickt, desto mehr Ausspielung und Follower bekommt er in diesen Tagen. An Wochenenden, an denen er innerlich exitet, gehen alle Zahlen direkt in den Keller. Instagram will, dass man viel Zeit auf der Plattform verbringt.
  • Die Regel, nach dem Posten zehn Minuten aktiv zu sein und Kommentare zu beantworten, befolgt er manchmal, manchmal nicht. Am Anfang hatte er gar keine Kommentare, die er hätte beantworten können.
  • Timo kommentiert nicht bei anderen Accounts. Nicht aus böser Absicht, er hat schlicht keinen Impuls dazu.
  • Er kommentiert die Kommentare unter seinen eigenen Reels, und das macht einen Unterschied. Warum, weiß er nicht.
  • Es ist egal, ob der beantwortete Kommentar zum aktuellen oder zu einem älteren Reel gehört.
  • Diskussionen führt er nicht. Ihm ist bewusst, dass lange Diskussionen dem Algorithmus helfen, er will nur nicht selbst derjenige sein. Wenn andere in seinen Kommentaren diskutieren, ist ihm das recht.
  • Hass unter der Gürtellinie löscht er und blockt die Person. Bisher etwa 30 Mal.

Nur Metaanalysen

  • Die einzige Metrik, auf die er schaut, sind Views. Die durchschnittliche Sehdauer seines Accounts kennt er nicht.
  • Im Learnings Call ergänzt er eine zweite: das Verhältnis von Views zu neuen Followern. 1.000 Views und zwei neue Follower bedeutet einen Follower pro 500 Views. Bei ihm war das ziemlich stabil 1 zu 500, gute Reels haben 1 zu 200, extrem gut ist alles darunter. Sein bestes Reel, das mit den Sachen in der Kamera, hat 1 zu 70.
  • Es gibt Reels mit krass vielen Views, die keine Follower bringen, und Reels mit wenig Views, die viele bringen. Am Anfang ohne Ausspielung ist die Metrik tricky, irgendwann macht sie real Sinn, weil man Korrelationen ziehen kann.
  • So kam er damals zu den zehn Reels am Tag: Er war gefühlt bei 1.500 Views pro Reel gecapped, ein zweites Reel bekam auch 1.500, ein drittes auch. Also hat er die Aufrufe einfach hochgeballert. Heute geht bei ihm nichts mehr unter 5.000 Views, egal was er hochlädt. Sein Kommentar: Instagram braucht ihm nicht zu erzählen, dass die Followerzahl keine Rolle spielt.
  • In den ersten fünf bis sechs Wochen hat er sich verboten, auf Views zu schauen, weil es ihn wahnsinnig gemacht hat.
  • Was er auswertet, sind die übergreifenden Muster aus dem Abschnitt oben. Das ist nach seinen Worten die gesamte Analyse seines Accounts.

Glaubst du, der Satz war gut? Glaubst du, der Hook war gut? Nope, I don’t. I really, really don’t.

Reibungsfrei arbeiten

Ein Prinzip, das Timo über die Technik hinaus formuliert: so wenig Aufwand und so wenig technische Komplikationen wie möglich. Sobald man auf Technik angewiesen ist, die einwandfrei funktionieren muss, steigt die Komplexität ins Unendliche. Deshalb legt er die Aufzeichnungen einfach in einen Ordner bei Google Drive, statt eine eigene Plattform aufzubauen.

Häufige Fragen

Wie reagieren bestehende Follower auf mehr Videos?

Ein Teil springt ab, das muss man akzeptieren. Für Tests gibt es Testreels, die bestehende Follower nicht sehen.

Soll ich nur Reels machen?

Timo macht nur Reels, weil er den Skill vor der Kamera für wichtig hält und ihm Beiträge im Karussellformat zu viel Zeit kosten. Er sagt selbst, dass es Leute gibt, die darin schnell sind, und dass es ein Fehler von ihm sein könnte.

Schweizerdeutsch mit hochdeutschen Untertiteln?

Timos Einschätzung: Im deutschsprachigen Raum ist die deutsche Zielgruppe die größte und hört Schweizerdeutsch ungern, daran ändern Untertitel nichts. Man muss sich entscheiden zwischen Content für die Schweiz und Reichweite im gesamten Sprachraum.

Wie wichtig ist Musik im Reel?

Timo hat es über rund 500 Reels getestet und keinen Unterschied gesehen. Details dazu stehen unter Video Edit.

Ab wann kann ich Testreels nutzen?

Ab etwa 200 Followern.

Meine Testreels bekommen mehr Aufrufe als meine Beiträge im Feed. Warum?

Timos Antwort: In den meisten Fällen ist das einfach irrelevant. Wenn es bei dir so ist, poste einfach mehr davon.

Soll ich die Verbindung zu Facebook anschalten?

Die höchste Anzahl Ausspielungen, die Timo bei Facebook je hatte, war 23. Er weiß nicht, warum er die Verknüpfung anhat, eigentlich müsste er sie ausmachen.

Warum will Timo überhaupt neue Follower?

Seine eigene Antwort: “Ich glaube, meine einzige Antwort ist, ich hasse verlieren.” Es ist für ihn ein Spiel geworden herauszufinden, wie das Ganze funktioniert, um nicht das Gefühl zu haben, dem willkürlich ausgesetzt zu sein.

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